Das Hauptgebäude und die öffentlichen Vorträge der Universität Hamburg blicken auf eine lange Tradition zurück Deutlich älter als die Universität Hamburg selbst sind ihre für die breite Öffentlichkeit geöffneten Vorlesungen, denn die Ursprünge des „Allgemeinen Vorlesungswesens“ gehen zurück auf das Jahr 1764. Damals wurden die Professoren des „Akademischen Gymnasiums“ der Stadt Hamburg verpflichtet, auch öffentliche Vorlesungen anzubieten. Dieses Vorlesungswesen überdauerte dann in wechselnder Intensität und Qualität mehrere Jahrhunderte, bis die auf die ganze Stadt verteilten Hörsäle Anfang des 20. Jhs. für die stetig wachsende Hörerschaft nicht mehr ausreichten. In dieser Situation stiftete 1911 der Kaufmann Edmund J. A. Siemers seiner Vaterstadt für das Allgemeine Vorlesungswesen den prägnanten Eisenbetonbau mit der Kuppel, das Gebäude Nr. 1 der daraufhin als Dank nach ihm benannten Edmund-Siemers-Allee. Als im Frühjahr 1919 dann die Universität gegründet wurde, übernahm diese das Gebäude. Das „Allgemeine Vorlesungswesen“ jedoch ist bis heute ein einzigartiges Angebot der Universität Hamburg an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Es bietet in jedem Semester kostenlose Vorträge aus vielfältigen Wissenschaftsbereichen und zeigt zu welch wichtigen, aktuellen und interessanten Themen hier geforscht und gelehrt wird.
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