Kein Wort zu viel
Seit 1996 bietet die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) das einsemestrige weiterbildende Studium an – jeweils mit wechselnden Schwerpunkten. Das Thema 2007/08: "Kein Wort zu viel – Formenwandel in Prosa und Drama im 20. und 21. Jahrhundert". Neben der Auseinandersetzung mit dem Schwerpunktthema stehen auch immer die Lektüre und Diskussion von „modernen Klassikern“ im Mittelpunkt. Damit bietet das Studium zweierlei: fundiertes Überblickswissen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Schwerpunktthema – auf akademischem Niveau.
Roman in Stories
Die Textauswahl 2007/08 reagiert auf die aktuell zu beobachtende Neigung vieler zeitgenössischer Autoren zu kürzeren Texten, die auch die Großform beeinflusst
("Roman in Stories"). Wie sehen diese Formen aus? Was unterscheidet die Shortstory des 21. Jahrhunderts von den Erzählungen im "Hemingway-Ton" und der "klassischen" Novelle?
Wenn ein Formenwandel einen Wandel der Welterfahrung spiegelt, wird er sich kaum auf eine Gattung beschränken. Für das Drama, das sich noch entschiedener als die Prosa von klassischen Gattungsmustern entfernt hat, sollen aus der kommenden Spielzeit des Thalia-Theaters mindestens zwei zum Teil noch unveröffentlichte Stücke behandelt werden.
Um
Textvorlage und Inszenierung miteinander vergleichen zu können, stehen außerdem
Theaterbesuche in Kooperation mit der Dramaturgie des Thalia-Theaters auf dem Programm.
Texte und Stücke
Geplant ist die Arbeit an folgenden Texten und Stücken:
Prosa
- Franz Kafka, Robert Musil, Robert
Walser und Günter Kunert (Auszüge)
- Günter Eich, Gesammelte Maulwürfe
(Bibliothek Suhrkamp)
- Alice Munroe, Tricks. Acht Erzählungen
(S. Fischer-Verlag)
- Ingo Schulze, Handy. Dreizehn Geschichten
in alter Manier (Berlin Verlag)
Stücke
- Dea Loher, Diebe
- Elfriede Jelinek, Ulrike Maria Stuart
Weitere Texte werden vor Beginn des Seminars bekannt gegeben.
Adressat/innen
Das weiterbildende Studium wendet sich an „Literaturprofis“ aus Verlags-/Bibliothekswesen,
Buchhandel, Medien, Agenturen, Kulturmanagement, öffentlichen/privaten Kultureinrichtungen, Stiftungen, an Lehrer/innen sowie interessierte Laien.
Studienorganisation
Das weiterbildende Studium "Literatur des 20./21. Jahrhunderts" ist berufsbegleitend
über ein Semester organisiert.
- Präsenzzeit ca. 60 Unterrichtsstunden
- wöchentlicher Studienabend
montags 18.15 – 21.30 Uhr
zusätzlich zwei bis drei Theaterbesuche
- Selbststudienzeit ca. 4 Std. pro Woche
- Arbeitsweise: Vortrag der Lehrenden, gemeinsame Textarbeit, Teilnehmerreferate
Referent/innen
Neben der Seminarleitung werden u. a. Prof. Dr. Heinz Hillmann und Dr. Christine
Gölz einzelne Sitzungen gestalten.
Termine
- 29.10.2007 – 10.12.2007
- 07.01.2008 – 18.02.2008
- zusätzliche Theaterbesuche
Beginn: Montag, 29.10.2007, 18.15 Uhr
Bewerbungsschluss: 15.09.2007
Kosten
Gesamt Euro 258,- (inkl. umfangreicher Materialien, ohne Theaterkarten).
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu den Themen Literaturbeschaffung, Abschluss, Bewerbung, Zulassung etc. finden Sie auf dem Veranstaltungsflyer, den Sie herunterladen können:
„Literatur des 20./21. Jahrhunderts – Kein Wort zu viel“ (PDF mit Anmeldeformular, 360 KB)