„Der Diskurs in der Kunst wird immer schneller“, sagt die Malerin Marianne Janze, „wenn man da nichts macht, kommt man irgendwann nicht mehr mit“. Und auch Kunsthallen-Restauratorin Barbara Sommermeyer hatte Lust, ihr Wissen um die moderne Kunst aufzufrischen. An Profis wie Janze und Sommermeyer, an Menschen, die im Beruf als Vermittler und Multiplikatoren im Kunstbereich tätig sind, wendet sich die zweisemestrige Weiterbildung „Bildende Kunst nach 1945“. „Wir möchten Analysekriterien und Handwerkszeug im Umgang mit neuen künstlerischen Objekten und Hintergrundwissen vermitteln“, betont Studiengangskoordinatorin Marlis Adjanor. Start: 31. Oktober 2007, Bewerbungsschluss: 25. September 2007
Dabei sitzen die Teilnehmenden (max. 30) nicht nur im Seminar. Denn
neben der Einordnung unterschiedlichster Kunstströmungen in den
wissenschaftlichen Kontext steht auch die Auseinandersetzung mit den
Künstlern selbst. „Immer wieder stehen Ausstellungs- und Atelierbesuche
auf dem Programm; stets sprechen wir auch mit Ausstellungsmachern, mit
Direktoren und Galeristen“, sagt Marlis Adjanor. „Auf diese Weise hat
man sich in Diskussionen mit den einzelnen Stellvertretern auch mit den
unterschiedlichsten Institutionsformen auseinandergesetzt und über den
Kunstmarkt etwas gelernt“, fasst Barbara Sommermeyer ihre Erfahrungen
zusammen.
Die Inhalte
Das weiterbildende Studium vermittelt Know-how
■ über wichtige Richtungen gegenwärtiger Kunst
■ über die Veränderungen von
Grundkategorien künstlerischen Denkens, um Aufschluss über Neuerungen
und Traditionsbezüge zu erhalten
■ über die Rolle von Kulturpolitik und ihrer Institutionen
■ zur Erstellung von Beurteilungskriterien, entwickelt aus vergleichender künstlerischer und kunsthistorischer Methodik
■ zur Reflexion der eigenen Sehgewohnheiten und Erwartungshaltungen.
Im Zentrum stehen Einzelwerkanalysen, Übersichtsdarstellungen
und Werk-Erarbeitungen. Die Teilnehmenden werden aktuelle Ausstellungen
besuchen und mit Organisatoren sprechen, um die Gegenwartskunst auch
vom Kunstbetrieb her zu hinterfragen.
Wintersemester: Neue Ansätze nach 1945; Abstrakter
Expressionismus; Neue Impulse um 1960; Pop-Art; Andy Warhol; Joseph
Beuys; Performance, Fluxus, Happening; minimal art; Bruce Nauman; Neue
Malerei, Richard Serra, u.a.
Sommersemester:
Institutionalisierung der Moderne (Documenten, Biennalen); Präsentation
aktueller Kunst in Hamburg: Ausstellungsbesuche und Gespräche mit
Ausstellungsmachern (Galerie der Gegenwart, Deichtorhallen,
Kunstverein, Produzentengalerie u.a.).
Weitere Informationen
Details zum Weiterbildenden Studium (Studienorganisation, Termine, Zertifikate, Bewerbung und Zulassung):
„Bildende Kunst nach 1945“
Download des Veranstaltungsflyers (PDF, 600 KB)Noch Fragen?
Rufen Sie uns an!
Universität Hamburg
Arbeitsstelle für wissenschaftliche
Weiterbildung (AWW)
Gesamtleitung/Beratung
Dipl.-Phil. Marlis Adjanor
Vogt-Kölln-Straße 30, Haus E
22527
Hamburg
Tel. 040/42883-2641/-2499
wb@aww.uni-hamburg.de